R-Gebäude Krankenhaus Ost-Limburg

Genk, Belgien

Viel Platz, um wieder
gesund zu werden

Keine Frage: Bewegung ist wichtig und gesund. Insbesondere nach einem Herzinfarkt, einer Krebsbehandlung oder verschiedenen psychischen Erkrankungen ist es von großer Bedeutung, körperlich schnell wieder aktiv zu werden. Je länger Patienten inaktiv bleiben, desto schwieriger gestaltet sich ihre Rückkehr in den Alltag. Zusammen mit dem Krankenhaus Ost-Limburg und den Architekten von LOW haben wir ein Gebäude entworfen, das in jeder Hinsicht viel Raum für Rehabilitation bietet. Das Pflegezentrum ffür sexuelle Gewalt Limburg befindet sich im obersten Stockwerk. Das Zentrum bietet den Opfern Tag und Nacht medizinische Betreuung, psychologische Betreuung und weitere Nachsorge.

Die doppelhohen Fenster im großen Reharaum ermöglichen einen schönen Blick in die grüne Umgebung

Von innen nach außen

Im neuen R-Gebäude können Patienten die Reha-Angebote sowohl individuell als auch in Kleingruppen nutzen. Dabei werden sie von Kardiologen, Physiotherapeuten, Ökotrophologen, Ergotherapeuten und Psychologen begleitet. Die Räumlichkeiten können flexibel an die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Krankheitsbilder angepasst werden. Die große Halle im sportmedizinischen Zentrum bietet durch ihre doppelte Höhe besonders viel Raum für Aktivitäten und die großen Fenster eröffnen eine schöne Aussicht auf die grüne Umgebung. Auch außerhalb des Gebäudes gibt es verschiedene Bewegungsangebote für die Patienten. Durch die fließenden Übergänge verschwimmt die Grenze zwischen drinnen und draußen. Das unterstützt den Weg der Patienten zurück in die Eigenständigkeit und zurück in die Gesellschaft.

Vorderfassade mit deutlich sichtbarem doppelhohen Boden, in dem sich der große Rehabilitationsraum befindet

Rhythmus und Offenheit

Das R-Gebäude, in dem auch Facharztpraxen und die Ambulanz untergebracht sind, ist leicht zugänglich. Aufgrund des Höhenunterschieds im Gelände befindet sich der Haupteingang von der Straße im Untergeschoss. Im Erdgeschoss liegt der separate Eingang der Cardio-Reha. Im ersten Geschoss sind die Facharztpraxen untergebracht, die auch über eine Fußgängerbrücke vom benachbarten G-Gebäude aus erreichbar sind.

Der Auftraggeber wünschte sich ein Gebäude, das nicht zu funktionalistisch und streng anmuten sollte. Die Fassade besteht aus verschiedenen Modulen aus eloxiertem Aluminium, die das Licht immer etwas anders reflektieren und dem Gebäude eine Horizontalität und Dynamik verleihen. Die Fassade hat in jeder Richtung einen anderen Rhythmus, der mit den verschiedenen Funktionsbereichen korrespondiert.

Fußgängerbrücke zum bestehenden G-Gebäude

Klare Struktur

Seine klare Struktur macht das quadratische Gebäude sehr flexibel. Vor allem für die Facharztpraxen ist Flexibilität von großer Bedeutung. In der räumlichen Organisation gibt es eine klare Trennung zwischen dem Patientenbereich und dem Bereich für Ärzte. Der Bereich für die Patienten bietet viel Übersichtlichkeit und eine einfache Orientierung. Andererseits stattet der sogenannten Backstagebereich die Professionals mit einer optimalen Arbeitsumgebung aus. Die aus vier Basismaterialien bestehende Inneneinrichtung (Beton, Holz, Aluminium und Glas) sorgt für Ruhe und Harmonie.

Empfangsraum im Pflegezentrum für sexuelle Gewalt

Einfachheit sorgt für Nachhaltigkeit

Die Wahl einer einfachen und robusten Gebäudehülle, die aufgrund ihrer Standardabmessungen leicht anpassbar ist, macht das Gebäude nachhaltig, da sie eine lange Lebensdauer ermöglicht. So kann das Gebäude problemlos anderweitig genutzt werden, sollte das zu einem späteren Zeitpunkt erwünscht sein.

“Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten war großartig. Das spiegelt auch das Resultat wider: ein klares, einladendes Gebäude, das die verschiedenen Nutzer und Besucher jahrelang erfreuen wird.”

Reni Bouwhuis
Architekt

“Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten war großartig. Das spiegelt auch das Resultat wider: ein klares, einladendes Gebäude, das die verschiedenen Nutzer und Besucher jahrelang erfreuen wird.”

Projektdaten

Ort
Genk, Belgien
Raumprogramm
Mehrzweckgebäude mit Rehabilitationszentrum, Sprechzimmern, Hausarztstation, Pflegezentrum für sexuelle Gewalt und Büros
Grundfläche
5.200 m² BGF
Planungszeitraum
2018 – 2023
Status
Realisiert
Auftraggeber
Krankenhaus Ost-Limburg
Nutzer
Krankenhaus Ost-Limburg
Mitarbeiter
Tim Loeters, Reni Bouwhuis, Reinier Blankenvoort, Wendy van Rosmalen, Inge Geurts
In Zusammenarbeit mit
LOW, Ingenium und eld
Fotografie
Hanne van der Woude / Lucid / Philippe van Gelooven