Das Krankenhaus Gelderse Vallei in Ede ist mit 400 Betten und 2.600 Mitarbeitern ein wichtiges regionales Krankenhaus. Der bestehende OP-Komplex sollte erneuert und vergrößert werden. Wir erhielten den Auftrag, zehn OPs und einen Hybrid-OP mit entsprechender Ausstattung zu entwerfen und alles so zu planen, dass der OP-Betrieb wie gewohnt weiterlaufen kann. Renovierung bei vollem Betrieb, so lautete die ebenso einfache wie herausfordernde Devise.
Im Prinzip gab es zwei Möglichkeiten: einen komplett neuen OP-Komplex anzubauen oder eine neue Lösung innerhalb des bisherigen Gebäudetraktes zu finden. Die Neubaulösung kam aufgrund der vorhanden Gebäudestruktur nicht in Betracht, weil an keiner Stelle ein logischer Anschluss an das Krankenhausgebäude mit den entsprechenden logistischen Verbindungen (Patienten-, Personal- und Materialströme) möglich war,
In Abstimmung mit dem Krankenhaus und den Fachplanern beschlossen wir daher, den bestehenden OP-Komplex in verschiedenen Phasen umzubauen und zu erweitern. Dadurch entsteht im Ergebnis ein OP-Komplex, der optimal in die logistische Struktur des Bestandes eingebettet ist. Bei dieser Vorgehensweise ist eine präzise Koordination aller Beteiligten entscheidend. Die genaue zeitliche Planung und Festlegung der verschiedenen Umbauphasen stellte daher eine besondere Herausforderung dar.
Der erste Schritt bestand darin, alle unterstützenden Funktionen mit einem Ort zu verknüpfen, der Platz für zwei neue OPs bot. Danach haben wir die Hälfte der bestehenden OPs so schnell wie möglich renoviert. Ein komplexes Puzzle, da die Operationen in vollem Umfang weiterliefen. Frisch operierte Patienten erwachten aus der Narkose und waren nur durch eine solide Staubschutzwand von den arbeitenden Bauarbeitern, Installateuren und Elektrikern getrennt.
Neben zehn OPs wurde auch ein Hybrid-OP realisiert, um dem Trend, dass medizinische Bildgebung und Chirurgie immer enger zusammenarbeiten, auch in einem regionalen Krankenhaus gerecht zu werden.
Selbstverständlich gibt es auch effiziente Sterilisations-, Umkleide- und Technikräume und eine Abfallstation. Auf Wunsch des medizinischen Fachpersonals wurde besonders viel Stauraum für Zubehör und Apparate in den OPs eingeplant. C-Bögen, Computerterminals und medizinischer Vorrat können jetzt einfach, schnell und unsichtbar verstaut werden und sind trotzdem immer griffbereit. Außerdem erhielt das Personal einen neuen großzügigen Pausenraum.