Amphia-Krankenhaus

Breda, Niederlande

Bereit für
die Zukunft

Als wir den Auftrag für die umfassende Renovierung des bestehenden Gebäudes und den Bau eines neuen, hochmodernen Krankenhauses bekommen haben, haben wir zusammen mit dem Bauherrn zunächst alle Prozessabläufe analysiert und in ihre Einzelteile zerlegt, um sie im Anschluss zu einem neuen Ganzen zusammenzufügen. Das Ziel: die medizinische Behandlung und Pflege auf ein noch höheres Niveau zu bringen – in einer für Patienten und Personal optimalen Umgebung. Die medizinische Versorgung sollte dabei rund um folgende fachliche Schwerpunkte des Krankenhauses – Onkologie, Frau-Mutter-Kind (Gynäkologie, Geburtshilfe, Pädiatrie), Herz und Kreislauferkrankungen – neu organisiert werden.

Spezialisiert und doch flexibel

Die verschiedenen Krankheitsbilder und effiziente Arbeitsprozesse waren die Ausgangspunkte des Entwurfs. Für uns stellte sich die Herausforderung, die hochspezifischen Anforderungen umzusetzen und dabei gleichzeitig auch ein flexibles Krankenhaus zu entwerfen. Alles sollte auf die Zukunft ausgerichtet sein, sodass Amphia sowohl auf Wachstum als auch auf Rückgang flexibel reagieren kann. Beispielsweise werden die Krankenhausaufenthalte der Patienten immer kürzer, während die Anzahl an polyklinischen Behandlungen wahrscheinlich zunehmen wird.

Situation

Neues Konzept

Letztendlich haben wir ein neues, agiles Krankenhauskonzept entwickelt: Statt eines klassischen, monolithischen Gebäudes, in dem sich alle Abteilungen befinden, besteht der Entwurf aus vier eigenständigen Gebäuden, die flexibel genutzt und entwickelt werden können. Ein zentrale Passage mit großem Eingangsbereich verbindet die verschiedenen Gebäude miteinander.

„Low-Tech“- und „High-Tech“-Behandlungen sind im neuen Krankenhaus räumlich voneinander getrennt. Der sogenannte Hot-Floor (Intensivstation, Coronary-Care-Unit, Operationssäle, Radiologie) ist in einem separaten Gebäude untergebracht, in dem keine anderen Arbeitsprozesse stattfinden. Die Schwerpunkte Frau-Mutter-Kind, Onkologie und Herz- und Kreislauferkrankungen befinden sich jeweils in einem der drei angrenzenden Gebäude. Innerhalb jedes Gebäudes sind die verschiedenen Abteilungen nach Krankheitsbildern angeordnet.

Empfang beim Haupteingang

Privatsphäre für Patienten

Von Anfang an war für den Bauherren klar, dass die Kliniken ausschließlich mit Einzelzimmern für die Patienten ausgestattet werden sollen, mit dem Ziel, viel Privatsphäre und eine geringe Infektionsrate zu haben. Hierdurch entsteht eine sehr patientenfreundliche Klinik mit viel Tageslicht, aufgrund der relativ geringen Gebäudetiefe. Ein großer, liebevoll grün gestalteter Patio sorgt auch im Inneren des Gebäudes in den unteren Etagen für schöne Aussichten. Es wurde auch hier konsequent darauf geachtet, dass zur guten Orientierung keine „dunklen Sackgassen“ entstehen, sondern am Ende eines Ganges immer ein Fenster Aussicht und damit Orientierung bietet.

Alle wichtigen Ziele wurden realisiert: Das Amphia-Krankenhaus kann Behandlungen auf einem sehr hohen Niveau bieten und optimal auf den schnellen medizinischen Fortschritt reagieren. Dabei steht der Patient immer im Zentrum.

Einer von zwei Hybrid-OPs

“Ein Krankenhaus ist eine menschliche Maschine. Unser Körper besteht aus Knochen, Blutgefäßen, Sehnen und Adern, aber man sieht nur die weiche Haut. So muss sich ein Krankenhaus anfühlen: wie eine zarte Haut, die alle wichtigen und sehr effizienten Behandlungsprozesse sowie logistischen Ströme schön und liebevoll bedeckt.”

Paul Numan
Architekt

“Ein Krankenhaus ist eine menschliche Maschine. Unser Körper besteht aus Knochen, Blutgefäßen, Sehnen und Adern, aber man sieht nur die weiche Haut. So muss sich ein Krankenhaus anfühlen: wie eine zarte Haut, die alle wichtigen und sehr effizienten Behandlungsprozesse sowie logistischen Ströme schön und liebevoll bedeckt.”

Projektdaten

Ort
Breda, Niederlande
Raumprogramm
Neubau Krankenhaus
Grundfläche
79.300 m² BGF
Planungszeitraum
2011 – 2019
Status
Realisiert
Auftraggeber
Amphia
Nutzer
Amphia
Mitarbeiter
Koen Arts, Jarno Nillesen, Paul Numan, Geert Jan van de Rakt, Heleen Meinsma, Paul Numan, William Middelbeek, Frans Frederiks, Reinier Blankenvoort, Jordy Graafland, Taecke Halma, Jan de Jonge, Mike Heemrood, Stefan Opitz, Pauline Rozenbaum, Dion Sparnaaij
In Zusammenarbeit mit
Deerns, ABT, ptg advies, OTH, Bosch Slabbers